Friseurin trägt eine Corona-Schutzmaske mit Visier
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Kosmetik- und Friseurbetriebe

Hier finden Sie besondere Hinweise für Kosmetik- und Friseurbetriebe sowie Ansprechpartner*innen der Handwerkskammer Berlin.

Berliner Regelungen nach der InfSchMV

  • „Bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege wie Friseurbetriebe, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sowie Sonnenstudios ist vom Personal eine medizinische Gesichtsmaske und von Kundinnen und Kunden eine FFP2-Maske zu tragen.“ (§ 17 (1) Satz 1 der  InfSchMV)

  • „[Diese] Dienstleistungen können unter der  2G-Bedingung angeboten werden, dann finden § 17 (1) Satz 1 der  InfSchMV [Maskenpflicht von Personal und Kundschaft] und § 1 (2)  InfSchMV [Mindestabstand von 1,5 Metern] keine Anwendung.“ (§ 17 (1) Satz 1 der  InfSchMV)

  • „Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege dürfen nur von Personen in Anspruch genommen werden, die [im Sinne der Erfordernisse von § 6 der  InfSchMV] negativ getestet sind.“ (§ 17 (1) Satz 3 der  InfSchMV).

  • Bitte beachten Sie, dass der bisher für Ihr Gewerbe geltende, besondere Sicherheitsabstand von 2 Metern sowie die Unzulässigkeit des Wartens der Kundschaft in den Betriebsräumen ab 10. Juli entfallen. Es gelten aber die grundsätzlichen Pflichten, Schutz- und Hygieneregeln aus der   InfSchMV, die Sie auf der Seite Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen finden.

  • § 17 (1) Satz 3 der  InfSchMV gilt nicht für medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie, Fußpflege und Behandlungen durch Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker. (§ 17 (2) der  InfSchMV)

    Das heißt: Ein negativer Testnachweis ist nicht notwendig für Dienstleistungen für medizinische, therapeutische, pflegerische oder seelsorgerische Zwecke, bei denen aufgrund der Eigenart der Behandlung das Tragen der FFP2-Maske nicht durchgängig möglich ist, da sie zu Behandlungszwecken abgenommen o. ä. werden muss.

  • Medizinisch notwendige Behandlungen umfassen nach Auskunft der Senatsgesundheitsverwaltung primär auf Gesundheitsförderung ausgerichtete körpernahe Dienstleistungen. Ein ärztliches Attest bzw. eine ärztliche Verordnung ist ein sicherer Nachweis einer medizinisch notwendigen Behandlung, indes gibt es auch darüber hinaus primär auf die Gesundheit ausgerichtete Tätigkeiten, die aber nicht zwingend eine ärztliche Verordnung erfordern.

    Wir raten Ihnen hier zur Vorsicht bei der Ausübung von vermeintlich medizinisch begründbarer Fußpflege, wenn sie keine ärztliche Diagnose hierfür vorlegen können. Denn dann obliegt Ihnen die gesamte Beweislast, wenn Sie Ihre Behandlung gegenüber kontrollierenden Ordnungsamtsmitarbeitenden darlegen müssen. Der Ausgang eines solchen "Gesprächs" ist dann ergebnisoffen und nicht ohne Risiko für Sie, wenn die medizinische Notwendigkeit von den kontrollierenden Instanzen nicht nachvollzogen wird.

  • Weiterhin gilt, dass Sie eine Anwesenheitsdokumentation führen müssen (§ 17 (2) der  InfSchMV). Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen.

  • Bitte denken Sie auch daran, dass während einer gesichtsnahen Dienstleistung, die es erfordert, dass die Kundin oder der Kunde seine Maske abnehmen muss, die Beschäftigten eine Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Masken, alternativ auch Masken mit der Bezeichnung N95 oder KN95) tragen müssen, ergänzt durch eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschild zum Schutz vor Kontaktinfektionen bei gesichtsnahen Tätigkeiten. Zum Schutz der Kundschaft dürfen Atemschutzmasken kein Ausatemventil enthalten.

    Weitere Hinweise finden Sie bei der  Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bzw. auf deren Internetseite  Coronavirus: Friseurhandwerk, Beauty- und Wellnessbetriebe – Arbeitsschutz, Hygiene, Antworten auf häufige Fragen.

    Bitte beachten Sie, dass es ergänzend – oder über die Arbeitsschutzstandards (bspw. der BGW) hinausgehend – zu vielen Themen rechtliche Vorgaben gibt, wie beispielsweise in Berlin die  InfSchMV, die einzuhalten sind und im Zweifel Vorrang haben. Bitte informieren Sie sich umfassend, was für Ihren Betrieb gilt.

ARD, ZDF und Deutschlandradio gewähren unter bestimmten Bedingungen  Entlastungen vom Rundfunkbeitrag für Betriebe: Betriebe können eine Freistellung von der Rundfunkbeitragspflicht beantragen, wenn eine Betriebsstätte aufgrund einer gesetzlichen oder behördlichen Anordnung für insgesamt mindestens drei Monate geschlossen war.

Der Schließungszeitraum muss dabei nicht aus drei zusammenhängenden vollen Kalendermonaten bestehen. Zur Ermittlung des Freistellungszeitraums können Sie sämtliche Tage, an denen eine Betriebsstätte coronabedingt geschlossen war, zusammenrechnen.



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