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Handwerk mit Zukunft

Mobil in Berlin – Mobilität neu denken

Wer stellt sich nicht die Frage, wie Berlin den Wirtschaftsverkehr unter der Maßgabe von Klimaschutz, E-Mobilität und alternativen Verkehrsmitteln bewältigen will? Die Herausforderungen hinsichtlich der Ladeinfrastruktur, Verfügbarkeit von Fahrzeugen oder der Finanzierung von Flottenumstellungen sind groß. Herausforderungen sind aber auch eine Basis für innovative Ansätze, für neue Geschäftsmodelle oder adäquate Branchen-Lösungen.

Wie kann Handwerk die Verkehrswende für sich nutzen, welche Fahrzeuge sind handwerksgerecht und wie kann neue Mobilität finanziert werden? Diese und weitere Fragen wurden am 4.7.2022 auf dem ersten Mobilitätsforum der Handwerkskammer Berlin in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur für Elektromobilität (eMo) und der Berliner Sparkasse am Berliner Wannsee diskutiert. Eine begleitende  Ausstellung (Download Pdf-Datei) sorgte für die praktische Note - ausprobieren erwünscht.

Wer Antworten auf Fragen hinsichtlich Flottenelektrifizierung, Cargobikes, zu Flottenmanagement, Ladeinfrastruktur und innovativen Geschäftskonzepten suchte, bekam beim Mobilitätsforum erste Anregungen und Gelegenheit zum Austausch auf Augenhöhe und mit Gleichgesinnten. Mit dabei waren unter anderem die Berliner Schornsteinfeger-Innung, die KFZ-Innung und die Elektro-Innung. Mutige Unternehmer und Handwerkskollegen aus unterschiedlichen Branchen, berichteten in einer Podiumsdiskussion von ihren Erfahrungen und was sie zum Umstieg motivierte. Pionier in Sachen Elektromobilität ist z.B. die Berliner Eis-Manufaktur Florida-Eis. Geschäftsführer Olaf Höhn berichtete, wie er vor mehr als 10 Jahren belächelt wurde, als er sich mit alternativen Energiekonzepten und E-Fahrzeugen auf den Weg machte. Heute ist er bestes Beispiel für CO2-neutrale Eisherstellung (www.floridaeis.de). Dr. Christoph Golbeck, Prokurist bei Autohaus Golbeck, ermunterte das Publikum, im Mobilitätsbereich etablierte Geschäftsmodelle zu hinterfragen. Das Autohaus hat die Transformation vom Autohaus zum Mobilitätshaus geschafft (https://mobilitaetshaus.eu). Schornsteinfeger Kai Hiller und sein Kollege Alain Rappsilber stellten sehr anschaulich die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von E-Fahrzeug und Lastenfahrrad dar. Das regionale Umfeld, in dem man tätig ist und damit verbundene Wege machen den Unterschied: einer ist in Köpenick der andere in Kreuzberg unterwegs. Hier entscheidet sich, welches Fahrzeug wirklich wirtschaftlich betrieben werden kann. Beide sind aber überzeugt: neue Mobilität ist nicht nur ein Bekenntnis zum CO2-neutralen Handwerk, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor. Sogar in Bezug auf die Fachkräfteproblematik kann ein Handwerksbetrieb profitieren. Für Lastenfahrräder und Cargobikes braucht man keinen Führerschein. Das erweitert den Kreis potenzieller Mitarbeitender für den Betrieb. Nicht zuletzt eröffnen neue Fahrzeuge auch neue Geschäftsmöglichkeiten, wie Jörg Adler beweist. Mit seinem Biermobil kann er sein selbstgerautes Bier nun auch unterwegs ausschenken – wo immer das Bike stehen kann.

In Punkto klimaneutrale Mobilität gibt es im Handwerk noch viel zu tun. Es liegen aber auch große Chancen für Betriebe darin. Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer wies bei der Eröffnung der Veranstaltung darauf hin, dass die Veranstaltung zum Thema "Neue Mobilität" ein Auftakt für eine Reihe weiterer Angebote und Austauschforen ist.

 

Ella will Parkplatzprobleme lösen – Aufruf zum Mitmachen

 

Das Ingenieur- und Designbüro CONSTIN - ein eingetragener Handwerksbetrieb - setzt sich seit 2008 mit der Transformation des urbanen Stadtverkehrs auseinander. Mit dem Modellprojekt ELLA soll nun eine für fahrende Handwerksbetriebe geeignete, kostengünstige Lösung geschaffen werden. Ella ist ein elektrisches Leichtfahrzeug, ein sogenanntes Light Electric Vehicle, kurz LEV, dass mit 1,10 m Breite und 2,50 m Länge leicht einen Stellplatz findet und trotzdem fast den gleichen Komfort wie ein Auto bietet.

Gesucht sind interessierte Handwerksbetriebe, die einerseits als Anwender die Gestaltung von Ella zu einem handwerkstauglichen Fahrzeug begleiten wollen und / oder andererseits als Teil eines Produktionsnetzwerkes ein Fahrzeug vom Handwerk, mit dem Handwerk und für das Handwerk bauen wollen. Ab 2023 sind Netzwerkabende und Workshops geplant, um Ella den Weg zu bereiten.

Interessenten melden sich bei Kerstin Wiktor (BIT), Tel.: 030 25903 392, wiktor@hwk-berlin.de



Mit Mut und Ausdauer zu Innovationen - Erfinder im Dialog

Mit den Beratungsangeboten der Handwerkskammer zu Innovation und Technologietransfer unterstützen die Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) eingetragene Handwerksbetriebe bei der Entwicklung von Ideen hin zu marktfähigen Innovationen. Das umfasst sowohl die Beratung zu Schutzrechten, die Suche nach Kooperationspartner*innen oder auch die Entwicklung von passenden Geschäftsmodellen.

Den Weg einer Erfindung im Handwerk zeigt Michael Heide (Maler) mit seinem Produkt SmartQ - eine ergonomische Tapezierbürste - im Dialog mit BIT's von Handwerkskammern.

Ein vierteiliges Video beschreibt seine Reise, die hier beginnt:

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und dann über Die Erfindung; Die Erfahrungen; Das Produkt; Der Markt verläuft.



W wie Wissen vom 05.06.2021

Die Sendung "W wie Wissen" (ARD) stellte sich am Sonnabend, den 05.06.2021, dem Thema "Handwerk mit Zukunft".

In vier Beiträge wurden kollaborative Roboter (Cobots) vorgestellt, Exoskelette im handwerklichen Einsatz gezeigt sowie wie modernes Uhrmacherhandwerk im sächsischen Glashütte heute arbeitet: mit Hightech und handwerklicher Präzision. Außerdem gab es einen Bericht, wie Jugendliche ihre handwerklichen Talente finden können (bald auch in Berlin).

Eine wunderbare Sendung, die man sich unbedingt in  voller Länge anschauen sollte (Dauer: ca. 30 Minuten).



Für diejenigen, die nur an einzelnen Themen interessiert sind oder denen die Zeit fehlt, finden sich nachfolgend die Links auf die Beiträge in der ARD-Mediathek:

 Locker bleiben: Wie Exoskelette die Arbeit erleichtern

 Talente-Check: Wegweiser für die passende Ausbildung

 Uhrenmanufaktur: Wie tickt die Zukunft?

 Kollege Roboter: Wie Cobots monotone Arbeiten übernehmen





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 Digi-BIT

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Die Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) der Handwerkskammer Berlin werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Die Tätigkeiten sind für Handwerksbetriebe daher kostenfrei.