
Gleichstellung: Kulturwandel in Unternehmen vorantreibenHandwerkerinnen in Berlin
Als Hauptstadtkammer kümmern wir uns darum, dass Frauen das Urbane Handwerk gestalten. Das Handwerk braucht gute Rahmenbedingungen. Handwerkerinnen prägen den wirtschaftsfreundlichen Standort Berlin und können gemeinsam die Zukunft bauen. Dass wir davon überzeugt sind, zeigen unsere vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Gleichstellungsförderung und der gezielten Unterstützung von Unternehmerinnen im Handwerk.
Wir präsentieren und portraitieren Handwerkerinnen und geben ihnen eine Lobby in unseren Gremien, durch starke Medienarbeit und durch die Teilnahme an landes- und bundesweiten Veranstaltungen.
Alle Formate unserer Veranstaltungen sind so ausgewählt, dass das Engagement der Handwerkerinnen eine Bühne und ein Publikum bekommt.
Ein wichtiges Gremium ist der Arbeitskreis Frauen im Handwerk, der unseren Vorstand berät. Das bedeutet, dass die Meinung der Unternehmerinnen und auch der angestellten Handwerkerinnen unmittelbar an unsere Präsidentin Carola Zarth und die Vorsitzende des Arbeitskreises Tanja Cujic weitergespielt wird.
Ein Highlight ist das Netzwerktreffen für Frauen im Handwerk. Es richtet sich an Unternehmerinnen im Urbanen Handwerk und bietet Networking und Podiumsdiskussionen. Hochkarätige Gäste sind unter anderem Senatorinnen, Staatssekretärinnen, die Präsidentin der Handwerkskammer sowie verschiedene Speakerinnen und Unternehmerinnen.
Gemeinsam mit unseren Partner*innen, den Handwerksjunioren Berlin und der UFH Berlin, möchten wir unseren Handwerkerinnen ein starkes und unterstützendes Netzwerk bieten.
Wir vernetzen Handwerkerinnen
Junioren des Handwerks Landesverband Berlin e.V. – Die Stimme für junge Handwerkerinnen
Die Handwerksjunioren Berlin sind das unabhängige Sprachrohr junger Handwerker*innen in Berlin. Sie setzen sich aktiv für den Nachwuchs ein, vertreten die Interessen ihrer Generation im Handwerk und in der Öffentlichkeit und bieten ein starkes Netzwerk für den Austausch.
Besonders wichtig ist ihnen ein modernes und vielfältiges Handwerk, frei von veralteten Klischees. Ein zentrales Anliegen ist es, Frauen im Handwerk sichtbarer zu machen und zu stärken.
Das Netzwerk steht allen interessierten jungen Handwerker*innen bis 45 Jahren offen. Wer sich vernetzen, austauschen und seine Chancen im Urbanen Handwerk verbessern möchte, kann sich hier über alle Veranstaltungen der Berliner Handwerksjunioren informieren.
Unternehmerinnen im Berliner Handwerk - UFH Berlin
Die UFH Berlin ist ein Netzwerk für Frauen im Handwerk in und um Berlin. Hier kommen Unternehmerinnen zusammen – mit Vielfalt. Humor. Weiterentwicklung. Ihnen geht es um eine gute Vernetzung.
Als tatkräftiges und engagiertes Netzwerk geben die UFH, Frauen im Handwerk eine Stimme. Ziel ist es, Frauen in ihrer beruflichen Situation, ihrem Selbstbewusstsein, ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit sowie in ihrer Rolle als Führungskraft und Unternehmerin zu stärken. Netzwerken. Fördern. Feiern.
Der wirtschaftliche Erfolg braucht kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung sowie die Bereitschaft zur Veränderung. Deshalb setzt sich das UFH Berlin besonders für vier Themenbereiche ein: Ausbildung, Digitalisierung und Arbeitssicherheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Unternehmensführung.
Aktionsprogramm Handwerk: So treiben wir mit der Politik Frauenförderung voran
Alle drei Jahre wird vom Senat ein neues Aktionsprogramm Handwerk verabschiedet. Dieses beinhaltet zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des Handwerks und seit 2015 auch verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Handwerk.
Wir fördern den Kulturwandel in Unternehmen
Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern ist ein Grundrecht und stärkt den Unternehmenserfolg. Die Handwerkskammer Berlin hat gemeinsam mit der Senatsverwaltung und der IHK Berlin das Unternehmensnetzwerk „Gleichstellung gewinnt“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Unternehmen von den Vorteilen einer offenen Unternehmenskultur zu überzeugen.
Herzstück des Netzwerks ist die Charta „Gleichstellung gewinnt“, mit der sich Unternehmen zu einem Kulturwandel verpflichten. Carola Zarth, Präsidentin der Handwerkskammer Berlin und Botschafterin des Netzwerks, betont:
Frauen müssen die Möglichkeit haben zu arbeiten, damit sie wirtschaftlich unabhängig sein können. Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist daher eine zentrale Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Sie ist Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen bei Erwerbstätigkeit und Karriere.
Zusätzlich engagiert sich die Handwerkskammer Berlin in der „Initiative Klischeefrei“ - eine Servicestelle des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), um traditionelle Rollenbilder bei der Berufs- und Studienwahl aufzubrechen, sowie im Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“, das sich für eine Arbeitskultur frei von Diskriminierung und Belästigung einsetzt.
Gute Ausbildung im Handwerk und inklusive Sprache
Eine offene Unternehmenskultur ist entscheidend, um junge Fachkräfte langfristig zu binden. Um zu zeigen, wie gute Ausbildung in der Praxis aussehen kann, wurden Ausbilder*innen und Azubis befragt. Das Ergebnis ist ein kompakter Leitfaden für ausbildende Betriebe: Gute Ausbildung im Handwerk.
Zusätzlich setzt die Handwerkskammer Berlin auf inklusive Sprache als Zeichen einer modernen Organisation. Der Clever Gendern Leitfaden, bietet Beschäftigten praktische Tipps und Hilfestellungen für geschlechtergerechte Kommunikation im Berufsalltag.
Schwangerschaft in der Selbstständigkeit im Handwerk
Eine Schwangerschaft während der Selbstständigkeit kann eine erhebliche finanzielle Herausforderung sein. Während angestellte Frauen durch den Mutterschutz abgesichert sind und auch bei einem Beschäftigungsverbot keine Einkommensverluste befürchten müssen, gilt dies für selbstständige Frauen nicht. Besonders im Handwerk, wo die Arbeit oft körperlich anspruchsvoll ist, stehen viele vor einer schwierigen Situation: Wenn sie aus gesundheitlichen Gründen pausieren müssen oder wollen, gibt es kaum finanzielle Unterstützung.
Im Jahr 2022 brachte die Tischlermeisterin Johanna Röh ihre Petition „Gleiche Rechte im Mutterschutz für selbstständige Schwangere“ in den Bundestag ein. Dies führte zur Gründung des Vereins Mutterschutz für Alle! e. V.
Eine Schwangerschaft der Betriebsinhaberin darf keine existenzielle Bedrohung für sie bzw. den Betrieb darstellen. Unsere vollständige Stellungnahme dazu finden Sie im Positionspapier.