Handwerker repariert ein Fahrrad.
AdobeStock/Puchalla

Handwerk schafft Nachhaltigkeit

Das gemeinsame "Aktionsprogramm Handwerk 2021-2023" des Berliner Senats und des Berliner Handwerks unterstützt Handwerksbetriebe bei ihrer Geschäftstätigkeit und fördert durch 28 Maßnahmen das wirtschaftspolitische Umfeld. Maßnahme: Handwerk schafft Nachhaltigkeit.

1. E-Mobilität/Ladeinfrastruktur fördern

Ziel:

Ein zügiger Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum sowie die Fortsetzung der Förderung der Ladeinfrastruktur in den Betrieben wird angestrebt.

  • Anfertigung eines Grundlagenpapiers zum Stand des Ausbaus der Ladeinfrastruktur in Berlin durch die Handwerkskammer Berlin
  • Die Förderung der halböffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur im Rahmen des WELMO-Programms wird fortgesetzt und durch Öffentlichkeitsarbeit der Kammer begleitet. Eine ausreichende Finanzierung des Programms wird auch bei wachsender Nachfrage angestrebt.
  • Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur wird so fortgesetzt, dass er mit dem erwarteten Zuwachs an Elektrofahrzeugen in Berlin Schritt halten kann. Dazu wird angestrebt, den Betrieb und weiteren Ausbau dieser Infrastruktur unter Konditionen zu vergeben, die vom Zeitplan und Umfang des Ausbaus dieser Anforderung gerecht wird. Zur Sicherstellung eines ausreichenden Angebots sind aber auch weitere Akteure mit entsprechenden Flächen gefordert, ihren Beitrag zum Ausbau dieser Infrastruktur zu leisten.  

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  • Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
  • Berliner Agentur für Elektromobilität
  • Elektro-Innung Berlin - Landesinnung für Elektrotechnik
  • Handwerkskammer Berlin


2. ÖPNV für Handwerksbetriebe und deren Beschäftigte attraktiver gestalten

Ziel:

Das Job-Ticket wurde 2019 erfolgreich modifiziert und ist nun schon ab 5 Beschäftigten nutzbar. Im Handwerk besteht Interesse, allerdings ist die Mindestzahl von 5 Tickets pro Betrieb noch zu hoch. Daher soll die Einführung eines Poolingsystems (evtl. mit Beteiligung der Innungen) geprüft werden.

  • Gespräch mit dem VBB zum Stand der Umsetzung Jobticket
  • Leistungskonzept erstellen / Rolle der Innungen (mit diesen) klären
  • Akteure im ÖPNV motivieren, ein entsprechendes Poolingsystem zu akzeptieren und anzubieten

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  • VBB
  • Handwerkskammer Berlin




3. Annahme von Wertstoffen zum Recycling beschleunigen

Ziel:

Die Handwerkskammer Berlin unterstützt das Zero-Waste-Ziel des Landes Berlin. So sollen insbesondere durch Wiederverwendung und Recycling ökologische Stoffkreisläufe geschlossen und in diesem Bereich Verbesserungen der Klimabilanz für das Land Berlin erreicht werden. Das Angebot einer separaten Anlieferungszeit für Handwerksbetriebe (Gewerbe) zur Abgabe von funktionsfähigen Gebrauchtwaren und von sortenreinen Wertstoffen bei privaten oder bei kommunalen Recyclinghöfen soll geprüft werden. Im Rahmen eines Pilotprojektes soll dieses Vorhaben getestet werden.

  • Auftaktgespräch mit SenUVK und/oder SenWiEnBe
  • Bedarfserhebung unter Handwerksbetrieben/-gewerken
  • Vorstellung der Ergebnisse bei SenUVK, SenWiEnBe und BSR und privater Entsorgungswirtschaft
  • Durchführung des Pilotprojektes
  • Auswertung des Pilotprojektes

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  • BSR
  • Handwerkskammer Berlin




4. Personalbedarf Solarcity und Energiewende

Ziel:

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) plant eine Studie, um den Personalbedarf und die Kompetenzen zur Umsetzung des Masterplans Solarcity und der Energiewende in Berlin an Beispielmaßnahmen abzuschätzen und den Weiterbildungsbedarf zu bestimmen. Eine Beteiligung und Nutzung der Ergebnisse für das Berliner Handwerk wird angestrebt.

  • Prüfung von Möglichkeiten zur Unterstützung und Beteiligung durch die Handwerkskammer Berlin bei der Beantragung und Erarbeitung der Studie „WeiterWende“
  • Hilfestellung bei der Erfassung von Daten und der Kontaktaufnahme mit Beispielbetrieben geben
  • Die Bedarfe im Bereich Photovoltaik (Masterplan Solarcity) und Dachbegrünung (Gebäudekühlung und Verminderung des Regenabflusses) einzeln und in Kombination abschätzen
  • Die Qualifikation gerade in Kombination dieser beiden Instrumente untersuchen
  • Eine praxisnahe Abschätzung der Bedarfe unter den gegebenen Rahmenbedingungen wird angestrebt, um mögliche Engpässe im Bereich der Fachkräfte zu vermeiden.

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
  • HTW Berlin
  • Handwerkskammer Berlin




5. Netzwerk Qualitätsreparatur umsetzen

Ziel:

Ein Netzwerk von Reparaturbetrieben soll organisiert werden, um den Reparatursektor zu stärken und die Produktlebensdauer zu verlängern. Dazu ist der Aufbau einer Plattform in enger Abstimmung mit BSR und BerlinRepair geplant, wobei sich die Handwerkskammer auf die Stärkung der professionellen Reparatur konzentriert. Das geplante Netzwerk trägt zur Umsetzung der Re-Use Initiative des Landes Berlin bei. Eine Förderung aus dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm wird angestrebt.

  • Machbarkeitsstudie und Umsetzungskonzept ist bereits abgeschlossen
  • Projektskizze zusammen mit der BSR wurde bei SenUVK eingereicht
  • Aufbau einer Website
  • Eigenanteil der Kammer prüfen
  • Förderantrag stellen
  • Sicherung der Finanzierung und Schaffung einer Geschäftsstelle
  • Perspektive für eine langfristige Tragfähigkeit entwickeln
  • Konzept zur Qualitätssicherung im Netzwerk erstellen
  • Erweiterung des Netzwerks um Bauhandwerke prüfen

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  • Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
  • Handwerkskammer Berlin




6. Sanierung von Kastendoppelfenstern voranbringen

Ziel:

Die Sanierung von Kastendoppelfenstern aus Holz soll vorangetrieben und gestärkt werden. Die handwerksgerechte Ausgestaltung und Umsetzung eines geplanten, dazugehörigen Förderprogramms soll vorgenommen werden.

  • Ausgangslage: Förderprogramm zur Sanierung von Kastendoppelfenstern wurde im Koalitionsvertrag verankert. Im Haushalt 2020/2021 wurden dafür 1 Mio. Euro bei SenStadtWohn bereitgestellt.
  • Entwicklung eines Förderprogramms durch SenStadtWohn. Abwicklung durch die IBB bzw. IBT geplant.
  • Abstimmung einer praxisgerechten Ausgestaltung des Förderprogramms mit den Akteuren
  • Starten des Förderprogramms

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
  • Handwerkskammer Berlin




7. Kompetenz der Berliner Betriebe im Holzbau stärken

Ziel:

Bauen mit Holz erlebt in Berlin aktuell einen erheblichen Aufschwung. Das Berliner Handwerk soll an dieser Entwicklung noch stärker als bisher partizipieren. Dazu soll Ausführungskompetenz bei den Berliner Betrieben gestärkt und vertieft werden.

  • Bestandsaufnahme der Handwerkskammer zu den Kompetenzen, den Anforderungen des Marktes und den Möglichkeiten einer besseren Einbindung bei der Realisierung von Holzbauprojekten durch Berliner Betriebe
  • Identifikation von Projekten zur Vertiefung der Ausführungskompetenz (in Kooperation mit der FG Bau)
  • Abstimmung einer möglichst kleinteiligen Vergabe von Holzbau-Leistungen im Rahmen der Umsetzung der geplanten Holzbau-Projekte der Tegel Projekt GmbH

Beteiligte:

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Tegel Projekt GmbH
  • Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. (FG Bau)
  • Handwerkskammer Berlin




Ansprechpartner



 Zurück zur Maßnahmenübersicht